ZST berät Handelsschiffe zu sicherer Flüchtlingshilfe

Als Experten für maritime Sicherheit unterstützt und berät ZST Maritime Handelsschiffe im Umgang mit Flüchtlingen, die im Mittelmeer in Seenot geraten.

Handelsschiffe sind verpflichtet, in Seenot geratene Flüchtlinge aufzunehmen. Das gilt auch, wenn sie weder die personellen noch technischen Voraussetzungen erfüllen. ZST Maritime unterstützt Reeder, Charterer und Crews dabei, dieser Situation angemessen zu begegnen. Der anhaltende Flüchtlingsstrom im Mittelmeer stellt für die deutsche Handelsschifffahrt eine Herausforderung dar. „Die Seeleute sind für Rettungsaktionen in dieser Größenordnung meist nicht ausgebildet und auch nicht darauf vorbereitet. Die Aufnahme von bis zu 300 zusätzlichen Personen an Bord, ohne dafür richtig ausgerüstet zu sein, stellt ein massives Risiko für Besatzung und Schiff dar“, erklärt Thorsten K. Steubesand, Geschäftsführer von ZST Maritime.

Vor der Einfahrt ins Mittelmeer bereiten die ZST-Sicherheitsexperten das Handelsschiff zusammen mit seiner Crew auf eine mögliche Flüchtlingsaufnahme vor. So können sie im Ernstfall schnellstmöglich handeln und Verzögerungen gering halten. Für die Erstversorgung von Flüchtlingen wurden spezielle land- und luftverlegbare Pakete entwickelt. Im Falle einer Seenotrettung übernimmt ZST die Aufnahme und Organisation, leistet medizinische Hilfe und versorgt die Menschen mit Wasser und Nahrung.

Mehr als 218.000 Flüchtlinge kamen im vergangenen Jahr über das Mittelmeer nach Europa. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex rechnet 2015 mit 500.000 bis zu 1 Million Menschen. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen drohen den Reedern Verzögerungen und damit Verdienstausfälle und  Vertragsstrafen. Hinzu kommen eine gesundheitliche Gefährdung der Crew, mögliche Unruhen, eine hohe Letalitätsrate unter den Migranten durch falsche oder mangelnde Ernährung sowie lange Erfassungsprozesse bei der Übergabe von Migranten an die zuständigen Behörden.